BARF für den Hund: Tipps


BARF ist unter Hunde- und Katzenhaltern ein bekanntes Wort, aber nicht jeder weiß, was sich genau hinter der Ernährungsmethode verbirgt. Wir zeigen dir, was du beachten musst, wenn du deinen Hund BARFen möchtest.

Golden Retriever Welpe in Nahaufnahme

Was bedeutet BARF?

BARF hieß ursprünglich “Born-Again Raw Feeders” (wiedergeborene Rohfütterer) und bezeichnete nicht nur das Futter, sondern auch den Hundebesitzer, der seine Tiere nach dieser Methode ernährt. Nach der Bezeichnungswechslung zu „Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter) heißt BARF seit den 90ern „Biologically Appropriate Raw Food“. Im Deutschen wird es als „Biologisches artgerechtes rohes Futter“ bzw. „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ übersetzt. Das Konzept sieht vor, Hunden und Katzen nur rohes Fleisch sowie andere tierische Bestandteile mit Gemüse und wichtigen Spurenelementen zu geben.

Warum BARF?

BARF-Befürworter betrachten die Methode als eine Möglichkeit, wieder mehr zurück zur Natur zu gehen. Da Hunde Fleischfresser sind, hat man mit BARF eine volle Kontrolle darüber, wie das Futter zusammengesetzt sein sollte und kann auf industrielle Zusatzstoffe verzichten. Das ist besonders bei ernährungssensiblen Hunden von Vorteil.

Was ist bei der Ernährungsmethode zu beachten?

Nach dem BARF-Konzept kopiert man die Ernährung aus der freien Wildnis. Zum Beispiel ist die Leber reich an Kupfer und Vitamin A, die Milz ist ein Eisenspeicher, frisches Blut enthält Natrium, die Knochen liefern Kalzium, Phosphor und Magnesium. Da diese Nährstoffe nicht in rohem Fleisch vorhanden sind, musst du diese dem BARF hinzugeben. Wichtig ist ein ausgewogenes Calcium-Phospor-Verhältnis. Wenn du keine Knochen füttern möchtest, kannst du reines Knochenmehl oder gemörserte Eierschalen verweden. Als ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis für erwachsene Hunde gilt 1,3:1, jedenfalls nicht höher als 2:1.

Hygiene ist bei rohem Fleisch das A und O. Die einzelnen Komponenten erhälst du frisch beim Metzger oder gefroren im Fachhandel. Es ist ratsam, BARF-Futter gleich in größerer Menge zu mischen und portionsweise einzufrieren. Am besten ist es, wenn du eine Kühltruhe zur Verfügung hast. Dann kannst du das Futter gleich in größeren Mengen portionsweise einfrieren.

Was soll gefüttert werden?

Rind, Geflügel, Lamm, Schaf und Ziege, Wild und Pferd, Känguru oder Strauß sind erlaubt, außer Wildschwein und Schwein. Dieses Fleisch kann das tödliche Aujeszkyvirus enthalten, das die Pseudotollwut auslöst. Durchwachsenes Fleisch und Pansen oder Blättermagen sollten zu 70% die Mahlzeit ausmachen, davon, 10 bis 15 Prozent davon fleischige Knochen und Innereien sein. 30% sollte aus Gemüse und Obst bestehen für Ballaststoffe. Vitamin-Mineralstoff-Mischungen mit ausreichend Vitamine A, D und E sowie Jod, Kupfer, Zink und Calcium sind beim BARFen wichtig. Außerdem liefern Lachsöl, Lein- und Hanföl essentielle Omega-3-Fettsäuren. Kräuter können als Ergänzung dienen.

Wie viel Futter braucht mein Hund?

Wie viel gefüttert werden soll, hängt von verschiedenen Faktoren ab wie Alter, Gewicht, Rasse und Aktivität des Hundes ab. Festzuhalten ist, dass die Futtermenge 2 bis 4 % des Körpergewichts entsprechen soll.

Gewicht des Hundes in kg101520404550
Gesamtfuttermenge in g2003004008009001000
Tierischer Anteil in g160240320640720800
Muskelfleisch in g128192256512576640
Innereien in g152432647280
Knochenanteil in g162432647280
Pflanzlicher Anteil in g406080160180200
Gemüse2030408090100
grün101520404550
bunt101520404550
Obst2030408090100

Quelle: Verband Deutscher Tierheilpraktiker e.V.

Wie gewöhnt sich mein Hund an BARF?

Die Rohfütterung sollte erst ab dem ersten Lebensjahr begonnen werden, da Welpen bei falscher Nährstoffversorgung Entwicklungsschäden mittragen können. Gebe deinem Hund fünf bis sieben Tage Zeit, damit sich sein Darm an die neue Kost gewöhnen kann. Wenn dein Hund den Geschmack nicht mag, kochst du am besten das Fleisch und das Gemüse.

Ernährst du deinen Hund via BARF? Erzähle uns doch gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

Die richtige Bewegung und das Futter sind essentiell für die Gesundheit deines Hundes. Das meinen auch deutsche Hundehalter in unserer Umfrage. In der nachfolgenden Infografik siehst du die Ergebnisse der Befragung.

Infografik Umfrage Hundegesundheit
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