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Altern – Was passiert im Körper?


Der menschliche Körper ist ein komplexer Organismus, der jeden Tag Höchstleistungen vollbringt. Da ist es nur logisch, dass es immer mal wieder zu Schäden oder Fehlern in Zellen oder Geweben kommt. In jungen Jahren sind diese Veränderungen meist einfach zu reparieren oder auszugleichen. Diese Fähigkeit nimmt jedoch im Alter ab und führt dazu, dass wir altern.

2 gealterte Hände liegen aufeinander

Altern – Wie definiert man das?

Ob und ab wann sich jemand alt fühlt, ist ein rein subjektives Gefühl. Deswegen gilt auch der Spruch: Man ist nur so alt, wie man sich fühlt. In Deutschland werden Menschen zwischen 60 und 75 häufig als „ältere“ Menschen bezeichnet und Leute von 75 bis 90 Jahren als „alte“. Die 90- bis 100-Jährigen gelten oftmals als die „sehr alten“. Und wir werden immer älter. Statistisch gesehen steigt die durchschnittliche Lebenserwartung. In den Industrieländern hat sie sich für Frauen wie auch für Männer die Lebenserwartung verdoppelt im Vergleich zu vor 120 Jahren. In Deutschland liegt die Lebenserwartung für neugeborene Mädchen heutzutage bei über 83 Jahren und für neugeborene Jungen bei über 78 Jahren.

Altern ist aber im Gegensatz zum Alter ein natürlicher Prozess, dem sich auch mit gestiegener Lebenserwartung keiner entziehen kann. Die Alternsforschung definiert Altern als fortschreitender Verlust der physiologischen Unversehrtheit, der zu Funktionsbeeinträchtigungen und erhöhter Anfälligkeit zu sterben führt. Dabei gilt es zu unterscheiden zwischen den Jahren, die jemand auf dem Buckel hat, dem sogenannten chronologischen oder biografischen Alter, und dem biologischen Alter. Denn Menschen, die im gleichem chronologischen Alter sind, müssen nicht in gleichem Ausmaß altern. Deshalb gibt es den Begriff biologisches Alter, der den Gesundheitszustand und die körperliche und geistige Fitness mit einbezieht.

2 Senioren spazieren im Wald
Das biologische Alter berücksichtigt die körperliche Fitness

Wie alt kann man werden?

Viele Forschende betrachten ein Alter von etwa 120 Jahren als eine natürliche Altersobergrenze für den Menschen. Grundlage sind Beobachtungen, die zeigen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung im letzten Jahrhundert zwar zugenommen hat, die maximale Lebenserwartung sich jedoch nicht verändert hat und nahezu immer bei etwa 120 Jahren liegt. Ein solch hohes Alter ist aber eine sehr seltene Ausnahme. Obwohl es heute weltweit mehr als 500.000 Menschen gibt, die 100 Jahre oder älter sind. Die nachweislich älteste Person war die Französin Jeanne Louise Calment. Sie starb am 4. August 1997 im Alter von 122 Jahren und 164 Tagen und hält damit den dokumentierten Altersrekord.

Altern – Alterserscheinungen

Beim Altern treten einige Alterserscheinungen auf. Bei dem einen früher und bei dem anderen später. Die klassischen, nachweisbaren Alterungsprozesse wie das Auftreten von Falten und die Abnahme von Leistungsfähigkeit und Ausdauer sind bereits etwa ab einem Alter von 20 Jahren zu beobachten. Wie schnell und kontinuierlich der Alterungsprozess verläuft, hängt von mehreren Faktoren ab. Man geht davon aus, dass das Altern bei jedem Menschen genetisch vorbestimmt ist. Genetische Faktoren bestimmen den Alterungsprozess eines Menschen zu etwa 10 bis 15 Prozent. Abgesehen von der genetischen Veranlagung gelten aber auch eine gesunde Lebensführung mit viel Bewegung und ausgewogener Ernährung, seelische Ausgeglichenheit und ein intaktes soziales Netz als günstig, um lange fit zu bleiben.

Zufriedenheit und Glück sind im Alter genauso essentiell wichtig wie in früheren Lebensjahren. Im Ruhestand fühlen sich viele ältere Menschen von vielen Erwartungen und Zwängen befreit. Sie können ihre Zeit nun frei einteilen. Neue Hobbies und Aufgaben können dabei den Horizont auch im Alter erweitern. Wichtig ist dabei, so lange wie möglich aktiv zu bleiben – geistig wie körperlich.

Optische Veränderungen

Einige Zeichen der Zeit sind auch äußerlich erkennbar: Die Haare ergrauen, auf der Haut werden Falten und Altersflecken sichtbar. Weil der Körper weniger Wasser speichern kann, schrumpfen viele Organe und verlieren ihre Elastizität. Das ist auch der Grund, warum im Alter die Körpergröße abnimmt. Da unsere Organe eine große Leistungsreserve haben, um auch mit besonderen Belastungen umgehen können, macht sich das Nachlassen der Reserven im Alltag oft lange Zeit gar nicht bemerkbar. Erst wenn die Reserven deutlich kleiner werden, kommt es zu typischen Alterserscheinungen.

Schwierigkeiten beim Hören

Auch die Sinnesorgane lassen im Alter allmählich nach. Eine Beeinträchtigung des Gehörs ist die häufigste Sinnesstörung beim Menschen. In Europa sind derzeit etwa 71 Millionen Menschen von Gehörschäden betroffen. Fast die Hälfte davon ist dabei älter als 75 Jahre. Weltweit laufen zudem etwa eine Milliarde Menschen Gefahr, an Gehörschäden zu erkranken. Gründe dafür sind:

  • Lärm
  • Verschleppte Mittelohrentzündungen
  • Viren
  • Erbkrankheiten

Beim Hören werden die Luftschwingungen des Schalls über das Trommelfell auf die Flüssigkeit in der Hörschnecke des Innenohrs übertragen, in der sich die Sinneszellen für die Wahrnehmung der Töne befinden. Dafür müssen die Haarzellen intakt sein. Pro Ohr wird ein Mensch mit nur etwa 15.000 dieser empfindlichen Zellen geboren. Sterben die Zellen ab, sind sie für immer verloren, da Menschen sie nicht regenerieren können.

Die großen Kopfhörer, genannt “Over-Ears” sind gesünder als die kleine Variante mit dem Namen “In-Ears”, denn sie verhindern das Eindringen von anderen Geräuschen besser. Spezielle Kopfhörer, die den Lärm der Umgebung abschirmen, mit sogenannter “Noise Cancelling”– Funktion sorgen dafür, dass man die Kopfhörer nicht zu laut einstellt. Übrigens sind nach langem, lautem Musikhören mit Kopfhörern die Haarzellen nur temporär außer Kraft gesetzt und das Hörempfinden nur für diese Zeit gedämpft. Nach einer Ruhephase können sich die Haarzellen dann wieder reaktivieren.

Alterssichtigkeit

Das Altern der Augenlinse wird Presbyopie genannt. Das macht sich etwa ab dem 45. Lebensjahr bemerkbar. Wie auch bei der eigentlichen Weitsichtigkeit haben Betroffene Probleme beim Lesen im normalen Leseabstand. Mit einer passenden Lesebrille lässt sich das aber beheben. Presbyopie ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern eine natürliche Alterserscheinung. Unsere Augenlinse stellt sich seit unserer Geburt darauf ein, Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung scharf wahrzunehmen. Diese Einstellung der Sehschärfe durch eine Veränderung der Linsenform wird Akkommodation genannt. Im Laufe des Lebens verringert sich die Akkomodationsbreite. Bei Zehnjährigen beträgt sie zum Beispiel noch 15 Dioptrien, bei 30-Jährigen noch 7 Dioptrien und bei 60-Jährigen nur noch eine Dioptrie.

Bei der Altersweitsichtigkeit hat man die Möglichkeit, die fehlende Brechkraft mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen auszugleichen. Die Lesebrille für altersweitsichtige und andere weitsichtige Menschen hat Plusgläser, die aus Sammellinsen bestehen. Die Gläser sind leicht nach außen gebogen und bündeln die einfallenden Lichtstrahlen, bevor sie auf das Auge treffen. Prinzipiell kann man auch bei der Altersweitsichtigkeit seine Augen lasern lassen. Allerdings ist das Verfahren bei einer Presbyopie meist nicht erfolgreich und wird deshalb nur selten durchgeführt.

Lesebrille vor einem Buch
Viele Menschen brauchen im Alter eine Lesebrille

Menschen, die an Alterssichtigkeit leiden, bemängeln vor allem, dass das Lesen anstrengender wird. Sie müssen ein Buch oder eine Zeitung mit dem Arm immer weiter von sich weg halten, um die Buchstaben noch klar erkennen zu können. Der Leseabstand vergrößert sich also. Im Normalfall beträgt er zwischen 30 und 40 Zentimetern. Bei Altersweitsichtigkeit nimmt er immer weiter zu, sodass Hilfsmittel vonnöten sind.

Gewichtszunahme

Besonders mit zunehmendem Alter nehmen viele Menschen an Gewicht zu, das kann bis zum Übergewicht gehen. Die Gewichtszunahme ab einem Alter von 40 Jahren liegt oft bei einem halben bis ganzen Kilogramm pro Jahr. Ursachen dafür sind vielfältige Veränderungen im Körper wie z.B. beim Muskelgewicht, im Hormonhaushalt und durch veränderte Lebensgewohnheiten. Erschwerend hinzu kommt noch, dass es vielen älteren Menschen dann wiederum schwerer fällt, die Pfunde wieder loszuwerden.

Ursachen für Gewichtszunahme im Alter

  • Stoffwechsel: Der Stoffwechsel verändert sich ab 40 Jahren. Durch hormonelle Veränderungen verringert sich der Stoffwechsel um circa 15 Prozent. Bei Frauen nimmt der Östrogenspiegel ab, bei Männern reduziert sich der Testosteronspiegel. Das führt dazu dass Muskelmasse abgebaut wird und der Energieverbrauch sinkt.
  • Energieverbrauch: Die Muskelmasse verringert sich ab dem 30. Lebensjahr pro Jahr um 0,2 bis 1 Prozent. Zeitgleich steigt der Fettanteil im Körper. Da Fettzellen weniger Kalorien verbrauchen als Muskelzellen, sinkt der Grundumsatz, und man setzt schneller fett an. 
  • Mangelnde Bewegung: Zusätzlich zu den körperlichen Veränderungen bewegen sich viele ältere Menschen weniger als früher. Auch das kann zu einer Reduktion der Muskelmasse führen.

In Folge einer Gewichtszunahme können diese altersbedingten Veränderungen folgende Erkrankungen nach sich ziehen:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Fettleber

Verschlechterung des Gedächtnisses

Umso älter man wird, desto langsamer leiten die Nervenfasern Impulse weiter, und das Gehirn kann Informationen nicht mehr so gut verarbeiten, wie es früher einmal der Fall war. Es fällt dann schwerer, sich Neues zu merken und schnell zu reagieren. Das Langzeitgedächtnis dagegen wird besser.

Was meinst du zu dem Thema Altern? Hast du Veränderungen an dir beobachtet? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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