Agility mit der Katze – Tipps für Anfänger

Der beliebte Hundesport Agility gilt mittlerweile auch für Katzen als ein ideales Training, welches die natürliche Bewegung deiner Samtpfote optimal unterstützt. Agility bringt dabei für dich und deine Katze einige Vorteile mit sich. Welche das sind und was für Übungen es gibt, erfährst du hier.

Katze im Tunnel

Was ist Agility?

Allgemein ist das Ziel von Agility, einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen auf Zeit zu bewältigen. Das englische Wort Agility steht dabei für Gewandtheit und Beweglichkeit, was bei dem Sport wirklich sehr gefragt ist. Das beliebte Geschicklichkeitstraining ist vor allem bei Hundehaltern beliebt. Der Ursprung von Hunde-Agility liegt dabei in Großbritannien, wo der Sport in der Pause einer Hundeshow präsentiert wurde. Das Ganze kam dann so gut an, dass es sich im Laufe der Zeit zu einem anerkannten Turniersport für Hund und Halter entwickelte. Dass es das Training auch für Katzen gibt, wissen allerdings die wenigsten.

Agility für Katzen unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Variante für Hunde. Hier hat deine Samtpfote ebenfalls als Aufgabe, kleine, selbst gebaute oder gekaufte Hindernisparcours zu bewältigen. Dabei gilt: Je schneller, desto besser! Es ist also ein optimales Trainingsprogramm für deine Samtpfote und bietet vor allem für Wohnungskatzen eine ideale Beschäftigungsmöglichkeit, die gleichzeitig ihre Intelligenz und Geschicklichkeit fördert. Dabei ist Agility nicht nur für Wohnungskatzen optimal, auch Freigängerkatzen lieben diesen abwechslungsreichen und spannenden Katzensport.

Voraussetzungen für Agility

Grundsätzlich gibt es für Agility keine spezifischen Voraussetzungen. Wenn du darauf Lust hast, solltest du es einfach mal mit deiner Samtpfote ausprobieren. Eine Voraussetzung ist in jedem Fall, dass sie natürlich gesund sein muss und der Parcours ihrem Alter und Trainingszustand entsprechend angepasst ist. Verständlicherweise kann eine Seniorenkatze nicht dieselben Hindernisse meistern wie eine fitte junge Katze. Für Agility ist es außerdem vorteilhaft, wenn deine Katze eine gewisse Konzentrationsfähigkeit, Geduld und Kooperationsbereitschaft mitbringt. Dadurch kann sie optimal mehrere Aufgaben absolvieren, ohne zwischendurch das Interesse zu verlieren. Akzeptiere und respektiere aber unbedingt, wenn dein Liebling das Training abbricht und sich lieber anderen Tätigkeiten zuwendet.

Vorteile von Agility

  • Fitness für Katze und Mensch
  • Stärkung der Koordinationsfähigkeit und Geschicklichkeit
  • Geistige Förderung der Katze (Kombinationsfähigkeit, Erinnerung)
  • Artgerechte Auslastung
  • Beschäftigung für unterforderte, gelangweilte Katzen
  • Spaß für Katze und Mensch
  • Stärkung der Beziehung zwischen Katze und Mensch (Teamarbeit)

Übungen und Zubehör für Agility

Beim Agility werden Abläufe und Fertigkeiten aufgegriffen, die den natürlichen Bewegungen des Tieres entsprechend. Dabei gibt es einige Übungen, die du optimal zuhause mit deiner Samtpfote durchführen kannst. Um einen Parcours für deine Samtpfote aufzubauen, benötigst du kein spezielles Zubehör. Natürlich kannst du dir auch die passenden Utensilien kaufen, jedoch lassen sich die meisten Hindernisse ganz simpel selbst aufbauen. Wichtig ist, dass die Geräte aus ungefährlichem Material hergestellt und so beschaffen sind, dass die Katze sich daran auf keinen Fall verletzten kann.

Eine klassische gute Übung für zuhause ist das Durchgehen eines Tunnels. Dabei kannst du einen gekauften Sacktunnel verwenden oder aber auch aus mehreren Kartons einen Tunnel selbst basteln. Besonders für die Stärkung der Koordinationsfähigkeit und Geschicklichkeit deiner Katze sind Balancierungsübungen geeignet. Die Anatomie der Katze ermöglicht es ihr, beim Laufen die Pfoten dicht hintereinander aufzusetzen. Das befähigt sie zum lässigen Balancieren. Dafür kannst du optimal eine schmales, stabiles Brett nehmen und es über zwei möglichst schwere erhöhte Punkte legen. Sorge dabei dafür, dass sich das Brett nicht verschiebt oder herunterfällt, während deine Katze darauf balanciert. Ein weiteres beliebtes Hindernis sind Hürden. Für die Übung kannst du zum Beispiel 2 Bücher und eine leere Küchenrolle benutzen. Hürden sollten aber nicht zu hoch sein, damit die Gelenke nicht unnötig strapaziert werden. Eine weitere Übung ist der Slalomlauf. Für die Slalomstrecke kannst du ganz einfach gefüllte Wasserflaschen oder umgedrehte Blumentöpfe benutzen. Auch das Hindurchkriechen unter Hindernissen wird oft und gerne von Katzen als Übung genutzt.

Achte bei allen Übungen unbedingt auf die Sicherheit deiner Samtpfote. Sie darf sich nicht in einer engen Spalte einklemmen oder sich verletzen, wenn sie ein Hindernis umstößt. Gib deiner Katze vor Beginn des Trainings genügend Gelegenheit und Zeit, die neuen Sportgeräte ausgiebig zu inspizieren und auszuprobieren. So lernt sie die neuen Gegenstände kennen und ist somit nicht von ihnen eingeschüchtert. Um sie nicht zu verwirren und direkt zu überfordern, solltest du ganz behutsam anfangen und immer ein Hindernis nach dem anderen durchlaufen.

Wichtiges Zubehör für Agility sind vor allem Leckerlis und ein Clicker, damit du deine Katze gut durch die Übungen führen kannst. Wenn deine Katze im Clickertraining bereits fit ist, kannst du den Clicker sofort als Hilfsmittel zum Führen durch den Parcours verwenden. Wenn es Neuland für sie ist, solltest du deine Samtpfote erstmal an den Clicker gewöhnen und ihr beibringen, dass ein Klick ein Leckerli bedeutet. Dafür solltest du den Clicker genau in dem Moment betätigen, in dem deine Samtpfote das erwünschte Verhalten zeigt. Gib ihr danach sofort ihr verdientes Leckerli, damit sie das Klicken mit einer leckeren Belohnung assoziiert. Das wiederholt ihr dann so lange bis sie dich automatisch anschaut, sobald der Clicker von dir betätigt wird. Durch den Clicker kannst du deine Katze also perfekt von einem Hindernis zum anderen führen und sie direkt für ihre Tat belohnen. Ein weiteres hilfreiches Zubehör kann auch eine Spielangel oder ein Spielstab sein.

Auch wenn du für Agility ein wenig Geduld und Übung aufbringen musst, ist es eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit für deine Samtpfote, egal ob Wohnungs- oder Freigängerkatze. Da Agilty für Mensch und Tier eine große Freude bereiten kann, solltest du es unbedingt mal ausprobieren.

Hast du schon mal Agility mit deiner Katze ausprobiert? Erzähle uns doch gerne hier davon in einem Kommentar.

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