Afrikanische Schweinepest – Helfen Hunde das Virus zu bekämpfen?


Der Verdacht auf einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland verhärtet sich. Wie Hunde mithelfen, eine Ausbreitung zu verhindern, erfährst du hier.

Wildschwein mit Ferkeln im Wald

Afrikanische Schweinepest: Verdachtsfall in Deutschland

In Brandenburg gibt es einen Verdachtsfall der Afrikanischen Schweinepest. Das teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Ein Wildschwein-Kadaver wurde wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Spree-Neiße-Kreis gefunden. Das Friedrich-Loeffler-Institut untersucht das tote Tier auf das Virus. Bundesministerin Julia Klöckner will noch heute über das Ergebnis informieren. Bei einem ebenfalls positiven Befund durch das nationale Referenzlabor lässt sich von einem Ausbruch sprechen. Erste Maßnahmen zum Schutz wurden getroffen. Ein fester Schutzzaun im Landkreis Spree-Neiße an der Grenze zu Polen war geplant, ist aber noch nicht gebaut. In Polen, von dessen Grenze der gefundene Kadaver nur wenige Kilometer entfernt lag, gibt es schon seit einiger Zeit Fälle der Afrikanischen Schweinepest. Ein mobiler Zaun zur Abwehr der Wildschweine steht dort bereits.

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine schwere Virusinfektion. Es gibt keine Impfung dagegen und keine Therapie. Ein Haus- oder Wildschwein, das sich mit dem Virus ansteckt, verendet in der Regel. Die Tierseuche ist widerstandsfähig und lange ansteckend. In Rohwurst, Schinken und Gefrierfleisch kann sich der Erreger Monate bis Jahre halten. Das Virus stellt für Menschen jedoch keine Gefahr dar. Für Wild- und Hausschweine dagegen sind die Viren aber meist tödlich.

Afrikanische Schweinepest: Wirtschaftliche Folgen

Ein potentieller Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest würde massive wirtschaftliche Folgen für Schweinehalter nach sich ziehen. China und andere asiatische Länder verhängen meist Importverbote für Fleisch aus Regionen, in denen die Tierseuche festgestellt wurde. Deutschland, der größte Schweinefleisch-Exporteure Europas, wäre dann nicht mehr “seuchenfrei”.

Tritt ein Ausbruch der Schweinepest bei einem Hof auf, sind die zuständigen Veterinärämter angehalten, die Tötung des gesamten Bestands des jeweiligem Betriebs anzuordnen. Die Hofbesitzer bekommen in so einem Fall von der Tierseuchenkasse eine Entschädigung. Anders sieht es allerdings aus bei Schweinebauern, wo es keinen Ausbruch der Seuche gab, deren Betrieb jedoch im vorgeschriebenen Sperrbezirk liegt. Sie können dann ihre schlachtreifen Tiere nicht verkaufen und bekämen auch keine Entschädigung von der Tierseuchenkasse.

Afrikanische Schweinepest: Hunde als Maßnahme zum Schutz

Um eine Ausbreitung der Schweinepest zu verhindern spielen Hunde eine wichtige Rolle. Jäger in Brandenburg dürfen seit Anfang des Jahres Wildschweine verstärkt jagen. Sie sind laut Landwirtschaftsministerium angehalten, “alle jagdlichen Möglichkeiten auszunutzen, um die Wildschweine zu erlegen”. Bei der Jagd sollen ausgebildete Spürhunde besonders geeignet sein. Seit dem vergangenen Jahr werden Hunde in Schleswig-Holstein und im Saarland dahingehend ausgebildet. Die Hunde sollen dabei die Wildscheine weder hetzen, noch jagen. Die Tiere sind darauf abgerichtet, tote infizierte Wildschweine aufzuspüren. Spürhunde sind  wichtig, denn von toten Wildschweinen, die mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert sind, geht weiterhin Gefahr aus. Bislang trägt der Hundeführer die Kosten. Die Hoffnung, dass nun jedoch auch das Land die Ausbildung weiterer Hunde unterstützt, wächst.

Was hälst du von den Maßnahmen? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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