8 Mythen der Katzenernährung

Die Vielzahl von unterschiedlichen Meinungen, wie du deine Katze füttern solltest, sorgt häufig für Verwirrung. Nicht alles, was man hört, ist auch wahr. Wir klären hier über die 8 gängigsten Mythen der Katzenernährung auf.

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Mythos 1: Einmal pro Woche einen Fastentag einlegen

Dass ein Fastentag deiner Katze gut tut, besonders wenn sie etwas fülliger ist, ist falsch. Im Gegenteil, Fasten kann sich bei deinem Kätzchen sogar negativ auswirken. Kommt es zur Futterabstinenz, leidet sie an Übersäuerung, Bauchschmerzen, ist ruhelos, kann nicht schlafen oder übergibt sich sogar. Auch wenn deine Katze dick ist, solltest du auf keinen Fall einmal in der Woche die Essensausgabe streichen. Steige entweder auf kleinere Portionen um oder überdenke, was sie an Futter bekommt.

Mythos 2: Rohes Katzenfutter ist ungesund

Dass rohes Futter ungesund für deine Katze ist, gilt als Irrtum. Die natürliche Ernährung gilt als gesund. Bei unseren Katzen ist es beispielsweise die Maus, die direkt gegessen wird. Rohes Fleisch birgt zwar Gefahren von Parasiten, Bakterien, Salmonellen und Würmern, aber eine gesunde Katze mit starkem Immunsystem kann diese gut abwehren. Wenn du lieber auf Nummer sicher gehen möchtest, friere das Fleisch vor dem Verzehr ein. Dadurch werden Parasiten abgetötet. Vor dem Essen sollte es allerdings wieder Zimmertemperatur haben. Beachte dabei, dass rohes Schweine- und Geflügelfleisch tabu sind für deine Katze.

Mythos 3: Du kannst deine Katze vegan ernähren

Katzen sind echte Fleischfresser und brauchen tierische Bestandteile in ihrer Nahrung. Im Vergleich zum Hund ist die Katze kein Allesfresser. Sie braucht also das Fleisch unbedingt, weshalb eine vegetarische oder vegane Katzenernährung nicht artgerecht ist.

Mythos 4: Fertigfutter enthält immer alles, was deine Katze braucht

Das ist leider falsch, es gibt nämlich kaum industriell hergestelltes Futter, das so ausgewogen ist, dass man es einer Katze ein Leben lang geben könnte. Viel Fertigfutter enthält kaum hochwertiges Protein und zu viel Kohlenhydrate. Natürlich gibt es auch welches, dass alle Nährstoffe abdeckt.

Mythos 5: Milch ist gut für Katzen

Dieser Mythos entstammt der klassischen Assoziation von Katzen und Milch. Katzen trinken tatsächlich gerne davon. Jedoch vertragen manche Katzen keine Milch, da ihnen das zur Verarbeitung des Milchzuckers (Laktose) notwendige Enzym Laktase fehlt. Laktase wird dabei nur vom Körper gebildet, wenn Milchzucker vorhanden ist. Für Katzenbabys, die gesäugt werden, ist dies also kein Problem. Wenn die Kätzchen älter und langsam von der Mutter entwöhnt werden, wird das Enzym nicht mehr produziert. Falls du deinen Stubentiger trotzdem mit Milch verwöhnen möchtest, kannst du spezielle laktosereduzierte Katzenmilch, Quark oder Joghurt verwenden. Diese Alternativen sind gut verdaulich für deine Katze.

Mythos 6: Trockenfutter reinigt die Zähne und schützt vor Zahnstein

Man sagt, Trockenfutter sei gut für die Zähne, da die Katze, anders als bei Nassfutter, kauen muss. Trockenfutterbrocken sind aber oft klein und können von der Katze entweder gar nicht gekaut werden, oder müssen zum Schlucken aufgeteilt werden. Dadurch ist eine zahnreinigende Wirkung durch Trockenfutter nicht möglich.

Mythos 7: Hundefutter ist gut für deine Katze

Es ist zwar kein Problem, wenn deine Katze gelegentlich vom Futter ihres Hundefreundes nascht, jedoch sollte es auf Dauer vermieden werden. Hundefutter hat für Katzen einen viel zu hohen Kohlenhydrat– und zu niedrigen Eiweißanteil. Für eine gesunde Katzenernährung sind vor allem essentielle Aminosäuren wie Taurin sowie Fettsäuren, Vitamin A und Niacin zwingend notwendig. Im Hundefutter ist von diesen Stoffen gar nichts oder nicht genug vorhanden, sodass deiner Katze lebenswichtige Inhaltsstoffe fehlen.

Mythos 8: Deine Katze weiß selbst, wie viel sie am Tag braucht

Es wäre schön, wenn deine Katze von alleine mit dem Essen aufhört, wenn sie genug hat. Jedoch ist dies nicht der Fall. Auch bei unserem geliebten Stubentiger muss man zwischen Appetit und Hunger unterscheiden. Das heißt, dass Katzen leider nicht wissen, wie viel Futter sie brauchen und oft mehr essen, als ihnen gut tut. Wenn du deiner Katze immer einen gefüllten Napf hinstellst, wird sie auch, ohne Hunger zu haben, daraus essen. Häufig ist der Grund Langeweile. Die Folge kann dementsprechend Übergewicht sein. Versuche also am besten feste Fütterungszeiten einzuführen und eine bestimmte Tagesration einzuhalten.

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