5 Kriterien zur Auswahl des Hundefutters


Vielen Hundehaltern fällt es schwer, sich über die riesige Auswahl an Hundefutter einen Überblick zu verschaffen. Mittlerweile kannst du im Internet oder in Büchern Ratschläge finden, welches Futter für Welpen, Junghunde oder Senioren geeignet ist. Jedoch ist jeder Hund individuell und sollte angemessenes Futter kriegen. Wir geben dir hier ein paar Auswahlkriterien, an denen du dich orientieren kannst.

Kleiner Hund steckt Zunge raus

1. Inhaltsstoffe

Achte bei der Wahl des Futters vor allem auf die vorhandenen Inhaltsstoffe. Wenn Trockenfutter oder Nassfutter als Alleinfutter verkauft wird, sind alle benötigten Nährstoffe bereits vorhanden. Dabei sind vor allem Kohlenhydrate, Vitamine, Eiweiße und Fettsäuren die wichtigsten Bestandteile. Ein kleiner Hinweis: Bei gutem Hundefutter sind die Inhaltsstoffe offen und nicht verschlüsselt aufgeführt.

Vorsicht bei Unverträglichkeit und Allergie

Ein gutes Hundefutter sollte für deinen Vierbeiner natürlich bestmöglich verträglich sein. Trotzdem kann dein Vierbeiner eine Futtermittelallergie entwickeln. Achte also beim Kauf besonders auf die einzelnen Inhaltsstoffe, falls dein Hund Unverträglichkeiten oder Allergien aufweist. Mittlerweile gibt es auch spezielles Futter für Hunde mit Allergie. 

Worauf du achten solltest:

  • Keine Geschmacksverstärker, Lockstoffe, Appetitanreger, Aromastoffe im Futter: Diese sind alle als EG-Zusatzstoffe mit E- und einer Nummer gekennzeichnet.
  • Futter sollte nicht allein auf Getreide basieren.
  • Pflanzliche oder tierische Nebenerzeugnisse: Was genau dies ist, ist oft aus den Angaben nicht ersichtlich. Sie können zwar ausschließlich wertvolle Inhalte umfassen, aber genauso gut Abfälle. Schaue also genau, was dabei angegeben ist.
  • Zucker: Zwar wird er oft als Bindemittel oder für die Optik verwendet, jedoch solltest du möglichst darauf achten, zuckerfreies Futter zu wählen.

2. Fleischsorte

Wenn es um Fleisch geht, gibt es keine optimale Lösung. Jeder Hund ist individuell und verträgt unterschiedliche Fleischsorten. Die oberste Prämisse ist natürlich, dass Fleisch frei von Erregern sein muss. Im Hundefutter ist grundsätzlich Fleisch, das für den menschlichen Verzehr auch geeignet ist. Tierische Nebenerzeugnisse umfassen, abgesehen vom Muskelfleisch, nahezu alle anderen Organe und Innereien eines Schlachttieres. Hierzu zählen sowohl Organe wie Leber und Lunge. Achte darauf, dass die tierischen Nebenerzeugnisse deutlich in den Angaben erkennbar sind. Bei BARF solltest du hinsichtlich der Fleischauswahl beachten, auf keinen Fall Schweinefleisch zu verfüttern. Es kann in rohem Zustand das Aujeszky-Virus übertragen, das beim Hund tödlich sein kann.

3. Fleischanteil

Vierbeiner müssen mit einem hohen Fleischanteil versorgt werden. Die optimale Hundeernährung besteht zu circa 80 % aus Fleisch. Falls du dich bereits für BARF entschieden hast, kannst du die angemessene Menge an Fleisch selber portionieren. Aber nicht nur die Fleischmenge ist entscheidend, sondern wie sich das Futter insgesamt zusammensetzt. Nicht mal das beste Muskelfleisch liefert alle erforderlichen Nährstoffe. Auch Obst und Gemüse, sowie Öle und Fette sind wichtig für die Zusammensetzung des Hundefutters. Es ist natürlich möglich, einen Hund ohne Fleisch zu ernähren. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Bedarf an tierischem Eiweiß über Milch- und Eiprodukte wie Magerquark und körnigen Frischkäse abgedeckt wird. 

4. Futtermenge

Die jeweilige Futtermenge ist grundsätzlich von verschiedenen Faktoren deines Hundes abhängig wie Rasse, Körpergewicht und Alter. Das heißt, es gibt nicht für alle Hunde die gleiche Futtermenge. Oft geben die Anbieter auf ihren Produkten auch falsche Mengen an. Bei Alleinfutter sind die Fütterungsempfehlungen großzügig bemessen. Meist kannst du dabei 10 % weniger geben und testen, ob die Menge ausreichend ist. Bleibt regelmäßig Futter übrig, solltest du prüfen, ob er zu viele Leckerchen bekommt, und diese reduzieren. Wenn nicht, kannst du die Portionen verringern. Bei einem Futterwechsel, solltest du den Feuchtigkeits- und Fettgehalt mit dem des alten Futters vergleichen. Wenn dieser in etwa gleich ist, kann dieselbe Menge wie vorher gefüttert werden. Ist sie deutlich fetter, reicht in etwa die Hälfte.

5. Haltbarkeit und Lagerung

Achte beim Kauf darauf, dass das Futter lange genug haltbar ist und du es gut lagern kannst. Welches Futter du dabei wählst, ist dir und deinem Hund überlassen. Zwar ist Trockenfutter länger haltbar und energiereicher. Jedoch ist Nassfutter oft magenfreundlicher und wird meistens von Hunden bevorzugt. Bei Nassfutter wird eine Dose normalerweise vollständig gefüttert. Falls doch etwas übrig bleiben sollte, stellst du die Dose bis zur nächsten Fütterung am besten in den Kühlschrank. Bitte achte darauf, das Nassfutter nicht direkt aus dem Kühlschrank zu füttern, sondern in Zimmertemperatur. Da Trockenfutter häufig in großen Säcken verkauft wird, solltest du vor dem Kauf schauen, ob du genug Platz zum Verstauen zu hast. Entnehme am besten eine Ration für drei Tage und fülle sie in einen gut schließbaren Behälter um. Wenn du den Sack häufig öffnest, kann das Trockenfutter schlecht werden. Dabei sollte der Sack innerhalb von sechs Wochen verbraucht werden.

Deutsche Hundehalter achten besonders auf Inhaltsstoffe beim Futter. Das zeigt unsere Umfrage, deren Ergebnisse in folgender Infografik übersichtlich präsentiert werden.

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